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Insbesondere
ist es die Bibel, in welcher immer wieder und in unterschiedlicher
Weise darauf abgehoben wird, dass es der Mund des Herrn ist,
aus dem jene allmächtigen Worte kommen, welche unmittelbar die
Dinge zum Erscheinen oder Verschwinden bringen. Bei der
Weltgrundlegung kamen zur Unterstützung des Wortes noch der
ausgereckte rechte Arm mit der ausgestreckten rechten Hand zum
Einsatz. Denn da betraf der Gotteswille die Weltwirklichkeit bzw.
das Dasein an sich, in welcher der Herr eingebunden ist, sodass
eine Selbstabstoßung zu erfolgen hatte, die mit dem Armeinsatz
zur Ausführung gebracht worden war, und die wir als den Urknall
kennen. Innerhalb der Welt der Dinge und des Seins genügt jedoch
ohne irgend eine Abstoßungsnotwendigkeit das bloße Wort.
Nachfolgend werden Bibelverse zitiert und kommentiert, die vom
Wort und dem Mund des Herrn handeln.
5 Moses 8,3
Er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit Manna, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dir kundzutun, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern dass er von allem dem lebt, was aus dem Munde des HERRN geht.
Matthäus 4,4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.»
Solange mit
der Weltgrundlegung ein All aufgebaut wird, in dem
raumzeitlich bedingt alles zu Werden und wieder zu Vergehen hat, gibt es den
daraus resultierenden Überlebenskampf von Geburt an bis zum Tod
für absolut alles. Über diesen Tellerrand hinauszublicken, und
eine universale über alles stehende Überperson zu postulieren,
war ein Meilenstein in der menschlichen Geistesentwicklung. Denn
das, was als Wort aus dem Munde Gottes kommt, ist Information, ist
Geist, eines darum geistigen Wesens. Dabei versteht sich von
selbst, dass Geist immer nur von Geist erkannt werden kann. Wo
also aus dem Munde Gottes mit der tatkräftigen
Armausstreckungsunterstützung seines Wortes ein Universum ins
Leben gerufen wird, dort wird dieses Universum gewordene Wort des
Lebens und Daseins bei seiner Vollendung auch wieder seinen
lebendigen geistlichen Sprecher einholen, zu einem in sich selbst
geschlossenen System des Seins. Dann offenbart sich einem jeden in
Zeit und Raum, dass er nicht allein vom Brot gelebt hat, sondern
vom Wort desjenigen, auf das alles zurückgeht, und das in allem
wirksam ist.
Psalter 33,6 Die Himmel (= alles) sind durch das Wort des HERRN gemacht und ihr ganzes Heer durch den Geist seines Mundes.
Natürlich
hat der Mund als solcher keinerlei Geist, sondern eben nur die aus
dem Munde kommenden Worte. Worauf aber mit der Formulierung
abgehoben wird, das ist die wichtige Erkenntnis, dass es nicht
genügt einen bloßen Gedanken zu haben. Soll er Wirklichkeit sein
oder werden, so ist es notwendig ihn auch auszusprechen. Erst die
sprachliche Ausgabe lässt den sonst nur potenziellen Gedanken als
Wille und Absicht real werden. So ist es nicht nur bei Gott dem
Herrn, sondern auch beim geschöpflichen Menschen. Dass dem
gesprochenen Wort eine gewisse Magie zukommt, dies wurde in der
Menschheitsgeschichte schon früh erkannt, und auch praktisch
umgesetzt. So hat wohl jeder schon mal von den
Beschwörungsritualen bei den Naturvölkern sowie auch bei den
Naturreligionen gehört. Auch Magie Praktizierende wenden das
Prinzip bei ihren Zeremonien an. Absicht und Wille müssen
ausgesprochen werden, damit die Chance besteht eine reale Wirkung
entfalten zu können. Dennoch gibt es auch die Möglichkeit stumm
zu sprechen. Das heißt, der Wille und die Absicht werden
innerlich bewusst und damit im Geist ausgesprochen. Doch bedarf
ein gleicher immer wiederkehrender Wille wie z.B. bei einem Heiler
nicht mehr des innerlichen wie auch äußerlichen Wortes. Da
können dann wie einst bei Jesus schon das Handauflegen oder
entsprechende Rituale völlig ausreichen.
Jesajas 55,11 also soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: es soll nicht leer zu mir zurückkehren, sondern ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es
sende!
Das ist die
vollständige Herrschaft über alles Dasein, welche auch Allmacht genannt
wird, zu einem deswegen Allmächtigen. Das höchste Wesen ist ein
allmächtiger Mensch. Denn einen Mund zu haben, und daraus Worte
hervorzubringen ist eine typisch menschlich geschöpfliche
Eigenschaft. Ebenso über Arme und Hände zu verfügen, wie es da
in anderen Versen noch heißt. Auf diese Weise gibt ergo der Herr
indirekt zu erkennen, dass es sich bei ihm um den
Schöpfermenschen handelt, kraft dieser seiner Fähigkeit zum
schöpferischen Wort. Fragen wir uns, wie und woher dieser Mensch
zu seinem Herr- und Gottsein gekommen ist, so gibt uns hier die
Apokalypse oder Johannes-Offenbarung darüber Aufschluss. Dort ist
gleich zu Beginn von Welt- und Selbstüberwindung die Rede, mit
Verheißungen der Gottebenbildlichkeit als Lohn solcher
Anstrengung. Die Welt gottmenschlicher Vollendung ist die zweite
und ewige, und folgt auf die gegenwärtige Zeitwelt des noch
waltenden Schöpfungsgerichts bzw. des satanisch brutalen
Weltaufbaus. Mit Vollendung des sich hierin zum Universum in
Person Vollendenden enden sodann Schöpfung und Gericht. An Stelle
dessen tritt in Zeiterfülltheit die in ihrer Vollendung
ewigkeitsfähige Welt unter der offen waltenden Macht des Herrn.
Jesajas 66,2 Hat doch meine Hand das alles gemacht, und so ist dies alles geworden, spricht der HERR. Ich will aber den ansehen, der gebeugten und niedergeschlagenen Geistes ist und der zittert ob meinem Wort.
Es war das
Wort der uranfänglichen Selbstabstoßung zum Unterschied von Sein
und Nichtsein und lautete "Satan weiche", durch welches
das Universum durch Urknall entstand. Während der gesamten Dauer
dieses in absoluter Zeitraffung vor den Augen des Herrn
ablaufenden Schöpfungsgerichts bleiben Arm und Hand des Herrn
starr und steif ausgestreckt. Erst die Vollendung des sich in
diesem Schöpfungsgericht Vollendenden gibt dem Herrn die
Veranlassung seinen Ur-Akt zur Umschaltung von Zeit auf Ewigkeit
mit Arm- und Handrückziehung zu beenden. Wem es also gelingt in
seiner Vorstellung diese Totalität emotional und rational
nachzuempfiinden, der kann dann nicht anders, als vor
Ergriffenheit zu zittern beginnen. Doch die Grundvoraussetzung
für eine Privatoffenbarung des Herrn in dieser noch laufenden
Zeitwelt ist eine geistseelische Gebrochenheit mit der allein
hieraus aufrichtigen hilfesuchenden Hinwendung zum Herrn. Man muss
quasi an dieser Welt zerbrochen sein, um für die Welt des Herrn
offen zu werden und bereit zu sein.
Hesekiel 12,25 Denn ich, der HERR, rede; was ich sage, das soll geschehen und nicht weiter verzögert werden. Ja, ich will zu euren Zeiten, du widerspenstiges Haus, ein Wort reden und es vollbringen, spricht Gott, der HERR.
Hesekiel 12,28 Darum sage zu ihnen: Also spricht Gott, der HERR: Keines meiner Worte soll mehr verzögert werden; das Wort, welches ich gesprochen habe, soll geschehen, spricht Gott, der HERR.
An dieser
Stelle gibt der Herr klar zu verstehen, dass er in Bezug auf seine
Etablierung bei den geschöpflichen Menschen, bzw. dem Volk
Israel, nicht einfach seinen Willen durch sein allmächtiges Wort
durchsetzen möchte. Vielmehr kommt es ihm darauf an, dass sich
die Leute aus freien Stücken ihm zuwenden. Denn die Menschen sind
ja so wie er selbst mit Geist ausgestattet, den sie dann auch von
sich aus ohne göttliches Dekret im Sinne des Herrn gebrauchen
sollen. Denn durch seinen Geist sind sie ja geschaffen, und zwar
nicht als unfreie Roboter, sondern wegen ihrer Geistbegabung so
frei wie der Herr selbst. Darum also immer nur Ermahnungen und
Appelle vom Herrn an das Volk, ohne dass er aus Respekt vor dem
Geist der Menschen direkt bei ihnen eingreifen will. Die
Schöpfung des Menschen ist schließlich erst dann vollendet und
abgeschlossen, wenn sich der Herr aus den Reihen der Menschen
schlussendlich - den Schöpfungskreis schließend - zu sich selbst
einholen konnte.
Sacharias 4,6 Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel; es lautet also: Nicht durch Heer und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen.
Der Geist
ist das im Dasein Primäre, und die Materie das Sekundäre. Und
zwar obwohl bei diesen Gegenteilen eine wechselseitige Bedingung
gegeben ist. Grund dafür ist die kaum fassbare Tatsache, dass das
Universum in seiner Allumfassung für sich selbst genommen ohne
Gegenteil darum ohne Gegen-Stand ergo ungegenständlich ist. Und
ungegenständliches Sein existiert unabhängig von Raum und Zeit,
so dass es als raumzeitlos zu erkennen ist. Raumzeitloses Sein ist
wiederum nicht materiell sondern spirituell bzw. geistlich. Denn
die Materie entsteht nur bei gegenständlichkeitsbildendem Raum in Zeit,
und ist dementsprechend durch
Gegenständlichkeit gekennzeichnet. Da aber das Universum Ausfluss
des göttlich universalen Geistes ist, liegt in diesem universalen
Geist auch alle Kraft und Herrlichkeit. Im Besitz des universalen
Geistes - auch Heiliger Geist oder Allgeist genannt - wird der
Mensch zu Gott dem Herrn, und umgekehrt der Herr im Verlust dieses
Geistes - durch notwendige aber zeitlich
befristete Rückgabe an das All - zum sogenannten Lamm Gottes.
Hebräer 11,3 Durch Glauben erkennen wir, dass die Weltzeiten durch Gottes Wort bereitet worden sind, also das, was man sieht, aus Unsichtbarem entstanden ist.
Es ist
klar, dass ohne die direkt erlebbare Anwesenheit des Herrn und
seiner Allmacht an die Existenz des Wortes Gottes immer nur
geglaubt werden kann. Ohne eigenes Erleben und eigene Anschauung
dessen bleiben der Herr und seine Allmacht eine reine
Glaubenssache. Selbst wenn man Beweise für Gottes Existenz
besitzt, muss an die Beweise bis zum unmittelbaren eigenen Erleben
Gottes geglaubt werden. Und wenn das zeitlich bedingt nur ein
kurzer Einblick war, muss dann wiederum an die Wirklichkeit des
einst Erlebten geglaubt werden. Denn die Zeit heilt nicht nur alle
Wunden, sondern zieht beständig in ihren Bann, dass man an der
Wirklichkeit der Geschehnisse zu zweifeln beginnen könnte. Aus
Glauben kann ergo erst dann absolute Gewissheit werden, wenn die
bleibende Wirklichkeit eine entsprechende geworden ist. Und das
betrifft direkt die Weltzeiten als Zeit und Ewigkeit. Wer in der
alles dahinraffenden tödlichen Zeit nur an Tod und Vernichtung
glaubt, der tut dies im unmittelbaren Erleben einer solchen
Wirklichkeit. Wer jedoch an deren Gegensatz mit Leben und
Beständigkeit glaubt, der tut dies im Gebrauch seines Geistes,
und hat damit eine entsprechende Zukunft. Denn er erkennt, dass
die Welt systemisch zwingend in ganzheitlichen Gegensätzen
besteht, weil ohne Polarität grundsätzlich kein Dasein möglich
wäre, und seine eigene Existenz aufbaugemäß in Tod und
Vernichtung zu beginnen hat. Erst die Vollendung kann und muss da
dem Aufbau das Ende bereiten. Und sie betrifft seinen Geist zur
Deckungsgleichheit mit dem universalen Geist.
Johannes 1,1 -
1,5: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.
Wer diesen
Text verfasst hatte, der besaß den totalen Durchblick. Man
könnte meinen, dass der Autor direkter Zeuge des Geschehens
gewesen sein muss. Über außersinnliche Wahrnehmung (ASW), die
weder an Zeit noch an Raum gebunden ist, wäre das jederzeit
möglich. Denn bei der Weltgrundlegung handelt es sich um das
zentrale universale Ereignis schlechthin. Von Gott dem Herrn
wissen wir, dass er der Erste und der Letzte ist, und dass der
Anfang da war, wo das Ende sein wird. Das All ist ergo holistisch
aufgebaut. Das heißt, dass die Weltgrundlegung das zentrale
Geschehen ist, das immer und überall gleichzeitig stattgefunden
hat, und darum in Bezug auf den ansonsten linearen Zeitablauf als
überzeitlich paradiesisch zu sehen ist. Das Ur-Wort des Anfangs
aller Dinge war natürlich wie es bei einem auf Polarität
gründenden System nicht anders sein kann, eines der Trennung des
Seins vom Nichtsein. Wobei paradoxerweise das Nichtsein mit der
Formel "Satan weiche" zuallererst installiert werden
muss, damit das Sein dann den Gegensatz hat, den es zu seinem
Dasein systemisch zwingend benötigt. Denn erst mit der
Fertigstellung des Nichtseins, hat sich das Sein vom Nichtsein zu
seinem ewigen Sein abgetrennt. Dass mit der Erstellung des
Nichtseins ein gegenständliches Universum geschaffen wird,
welches dem ewigen Dasein das entsprechende Gesicht geben wird,
das ist schon wundersam. Aber eben nicht verwunderlich, indem
dieses vom Sein geschaffene Nichtsein damit als gegensätzlicher
Teil des Seins in das ewige Dasein zu einer weltbildenden
Binarität mitintegriert sein wird.
Dass aber
das sich so begründende Universum gemäß dem Herrn als ein
Mensch - darum in menschlicher Gestalt - auch in dieser satanisch
nichtigen Aufbauwelt befand und noch befindet, das übersteigt
naturgemäß den Horizont der in dieser Zeitwelt verhafteten
Menschheit. Da bedarf es immer der Einleuchtung göttlichen
Geistes, um dies universale Licht des Daseins als jene ewige
wahrhaftige Wirklichkeit zu erkennen, sowie auch schlussendlich
bei Welt- und Selbstvollendung daran teilhaben zu können.
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