.

 

 

Über das Wort  /  von Agnus D.  /  anno domini  2007

 
 

   

Die Edition ohne Werbung zum Herunterladen:  115 KB  wort.zip

 

Allgemeines und Spezielles

 

 

 

Ohne Sprache gibt es keine Worte und keine Sätze. Das gilt generell für jedes System der Mitteilung von geistigen Inhalten. Doch gibt es ja bekanntlich neben der lautgestützt akustischen Sprache auch noch die Zeichen- oder Gebärdensprache, welche ganz ohne gesprochene Worte und Sätze auskommt. Da werden Zeichensymbole mit formenden Hand- und Fingerbewegungen sinnvoll aneinander gereiht, womit sich die gleiche Verständigung wie bei einer akustischen Sprache ergibt. Allen diesen Sprachsystemen ist aber eines gemeinsam, dass sie von ihren Benutzern erlernt werden müssen, um sich damit innerhalb des Kreises der Sprachbeherrscher verständigen zu können. Um nun die über die Sprache transportierten geistigen Inhalte konservieren zu können, bedurfte es der Erfindung der Schrift, womit die Inhalte aufgezeichnet und so jederzeit wieder gelesen werden konnten. 

Die Geschichte der Schrift beginnt bei einfachen Bildsymbolen, die für ganze wortgemäße Begriffe stehen. In der stetigen Weiterentwicklung der Bilderschrift wurden die Bildsymbole abstrahiert, so dass sich die Bildchen zu so genannten Hieroglyphen wandelten. Der große Durchbruch in dieser Schriftentwicklung kam schließlich mit der lautgestützen Buchstabenschrift. Hierbei wurden die Worte in vokale und konsonante Laute zerlegt, und sodann jeder dieser Laute in einen bestimmten Buchstaben festgesetzt, so dass damit jetzt ein jedes Wort aus den immer gleichen Buchstaben gebildet werden konnte. Denn wir bringen unsere Worte aus der Aneinanderreihung von Lautäußerungen hervor, die wiederum durch unterschiedliche Stellungen der Stimmbänder, Lippen und Zunge im Hals-Mundbereich im Zusammenwirken mit der Ein- und Ausatmung  erzeugt werden. Dass sich den formbaren Lautäußerungen bestimmte Bedeutungen zuordnen lassen, dass wurde in der Menschheitsentwicklung schon sehr früh erkannt und im weiteren Verlauf zu einer Sprache bestehend aus dann ganzen Worten und Sätzen ausgebaut und bis dato immer weiter perfektioniert.

Allerdings kann man die sprachlichen Errungenschaften auch wieder teilweise oder ganz verlieren. Denn der von den Sprachwissenschaftlern für gut befundene Sprachwandel in Anpassung an die allgemein ebenfalls im ständigen Wandel befindlichen Lebensumstände bringt auch zum Teil gravierende Nachteile mit sich. Denn an der Sprache hängt zu einem guten Teil auch das kulturelle Erbe, das mit dem Untergang einer Sprache zugleich mit untergeht. Zwar wird die untergegangene Sprache und Kultur von einer anderen Importsprache ersetzt, aber wenn die keine ausgesprochene Kultursprache geistiger Hochstände ist, dann sind diese zumindest fürs erste wieder futsch, bevor die Ersatzsprache sich ihrerseits zu geistigen Hochständen aufzuschwingen vermag. Welches Ausmaß die Sprache mit ihren Worten im individuellen Leben besitzt, das erfahren all diejenigen leidvoll, denen die Sprechfähigkeit aus welchen Gründen auch immer abhanden gekommen ist.

Der Mensch definiert sich zwar vorrangig durch seine Taten, doch sind seine Gedanken sprachliche Prozesse, die seine Persönlichkeit von frühester Kindheit an zum Individuum geformt und beeinflusst haben. Und das Individuum ist es ja wiederum, das diese oder jene Taten begeht oder nicht begeht. Von daher geht alles Tun oder Nichttun größtenteils auf die personbildenden Sprachprozesse zurück. Am Beispiel der "Wolfskinder" (= Das sind Kinder, die fernab menschlicher Gesellschaft unter Tieren aufgewachsen waren, und die eine erschreckende mangelnde Fähigkeit zur Reintegration in die Gesellschaft zeigten) wird sehr deutlich, welch ungeheuren Stellenwert Sprache und unser daran geknüpftes Bewusstsein besitzt. Es ist ergo die Sprache und das dadurch entsprechend geformte Bewusstsein, das den Menschen zur sogenannten Krone der Schöpfung macht. Letztlich ist demnach der Mensch der oder das, als was er sich kraft seines sprachgesteuerten Bewusstseins von sich selbst, verstehen und begreifen will. Und das wiederum muss auch wörtlich ausgesprochen werden. Denn erst unsere reflexen Lautäußerungen verleihen den Gedanken eine auf das Gehirn rückkoppelnde Wirkung und Wirklichkeit. 

Einmal Gesagtes ist darum wieder so schwer zurückzunehmen, sowohl bei den Mitmenschen als auch bei sich selbst. Wir müssen also beständig aufpassen was wir denken und sagen, um nicht im ungünstigsten Fall zum Opfer von uns selbst zu werden. Natürlich ist das unglaublich schwer, weil wir täglich mit Sorgen und Nöten konfrontiert werden, welche uns den Blick auf die verborgene Wirklichkeit der Einheit allen Daseins verstellen. Darin sind wir in den Anderen ständig uns selbst gegenübergestellt, ganz real, aber eben durch unser eingeschränktes Sichtfeld bezüglich der dadurch verborgenen geistigen Dimensionen des Daseins dafür blind. Da müssen wir z.B. einerseits verlieren, damit wir in unserer Selbstbilanz andererseits gewinnen. Denn rein nichts in Zeit und Welt  geschieht ohne einen Sinn, auch wenn es danach absolut nicht so aussieht.

Vorliegend interessiert uns jedoch nicht das Wort in seiner allgemeinen semantischen Bedeutung für den Aufbau von Sprache (Semantik = Lehre von der Bedeutung der Wörter und ihrer Wandlungen, Semasiologie; oder auch als Lehre von den in einer Wissenschaft verwendeten Zeichen), sondern als der Träger des in ihm zum Ausdruck gebrachten Willens seines Sprechers. Selten reicht aber bereits schon ein einziges Wort aus, um den Willen seines Sprechers offenbar werden zu lassen. Meistens ist für die klare eindeutige Willensbekundung schon ganz einfacher Sachverhalte ein vollständiger Satz erforderlich. Ein einziges Wort reicht aber dann aus, wenn es um Imperative bzw. um Befehlsformen geht, etwa wie: "Langsam" oder "Leiser"! Für das Dasein als solches ist das schöpferische Wort von allerhöchstem Gewicht. Wir kennen es als das Wort Gottes, das Dinge und Wesen, Wahrheiten und Wirklichkeiten zum augenblicklichen Erscheinen oder Verschwinden bringt. Der Herr, unser Gott sozusagen als unübertrefflicher Magier des Wortes. 

Wenn bei ihm seine Worte von einer solchen Allgewalt sind, dann muss natürlich ein Kontrollmechanismus her, um nicht mit unbedachtem Wort Unbeabsichtigtes Wirklichkeit werden zu lassen. Denn der Herr ist Mensch, aber kein Übermensch im Sinne von mechanistischer Unfehlbarkeit, wie sie die Päpste für sich beanspruchen. Deshalb gibt es beim Herrn einen Verhaltensmodus, mit dem er bei sich selbst zwischen fehlbarem Menschenwort sowie unfehlbarem Gotteswort trennt. Der Modus ist, dass sich der Herr bei sich selbst als sprechender Herr ankündigt, womit zum Ausdruck gebracht wird, dass das jetzt unmittelbar folgende Wort ein willentliches Machtwort Gottes ist, das absolut zu gelten hat. Die Selbstankündigung erfolgt mit den Worten: "Es spricht der Herr"! Damit ist bei ihm selbst klargestellt, dass jetzt nicht mehr der fehlbare Mensch sondern der unfehlbare Gott spricht. Auf diese Art  kann der Herr auch Herr über sich selbst bleiben, ohne befürchten zu müssen zum Opfer seines allmächtigen Wortes bzw. seiner selbst zu werden.

 

 

 

 

 

Das Wort des Herrn

 

 

 

Insbesondere ist es die Bibel, in welcher immer wieder und in unterschiedlicher Weise darauf  abgehoben wird, dass es der Mund des Herrn ist, aus dem jene allmächtigen Worte kommen, welche unmittelbar die Dinge zum Erscheinen oder Verschwinden bringen. Bei der Weltgrundlegung kamen zur Unterstützung des Wortes  noch der ausgereckte rechte Arm mit der ausgestreckten rechten Hand zum Einsatz. Denn da betraf der Gotteswille die Weltwirklichkeit bzw. das Dasein an sich, in welcher der Herr eingebunden ist, sodass eine Selbstabstoßung zu erfolgen hatte, die mit dem Armeinsatz zur Ausführung gebracht worden war, und die wir als den Urknall kennen. Innerhalb der Welt der Dinge und des Seins genügt jedoch ohne irgend eine Abstoßungsnotwendigkeit das bloße Wort. Nachfolgend werden Bibelverse zitiert und kommentiert, die vom Wort und dem Mund des Herrn handeln.

5 Moses 8,3 Er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit Manna, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dir kundzutun, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern dass er von allem dem lebt, was aus dem Munde des HERRN geht. Matthäus 4,4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.»

Solange mit der Weltgrundlegung ein All aufgebaut wird, in dem raumzeitlich bedingt alles zu Werden und wieder zu Vergehen hat, gibt es den daraus resultierenden Überlebenskampf von Geburt an bis zum Tod für absolut alles. Über diesen Tellerrand hinauszublicken, und eine universale über alles stehende Überperson zu postulieren, war ein Meilenstein in der menschlichen Geistesentwicklung. Denn das, was als Wort aus dem Munde Gottes kommt, ist Information, ist Geist, eines darum geistigen Wesens. Dabei versteht sich von selbst, dass Geist immer nur von Geist erkannt werden kann. Wo also aus dem Munde Gottes mit der tatkräftigen Armausstreckungsunterstützung seines Wortes ein Universum ins Leben gerufen wird, dort wird dieses Universum gewordene Wort des Lebens und Daseins bei seiner Vollendung auch wieder seinen lebendigen geistlichen Sprecher einholen, zu einem in sich selbst geschlossenen System des Seins. Dann offenbart sich einem jeden in Zeit und Raum, dass er nicht allein vom Brot gelebt hat, sondern vom Wort desjenigen, auf das alles zurückgeht, und das in allem wirksam ist.

Psalter 33,6 Die Himmel (= alles) sind durch das Wort des HERRN gemacht und ihr ganzes Heer durch den Geist seines Mundes.

Natürlich hat der Mund als solcher keinerlei Geist, sondern eben nur die aus dem Munde kommenden Worte. Worauf aber mit der Formulierung abgehoben wird, das ist die wichtige Erkenntnis, dass es nicht genügt einen bloßen Gedanken zu haben. Soll er Wirklichkeit sein oder werden, so ist es notwendig ihn auch auszusprechen. Erst die sprachliche Ausgabe lässt den sonst nur potenziellen Gedanken als Wille und Absicht real werden. So ist es nicht nur bei Gott dem Herrn, sondern auch beim geschöpflichen Menschen. Dass dem gesprochenen Wort eine gewisse Magie zukommt, dies wurde in der Menschheitsgeschichte schon früh erkannt, und auch praktisch umgesetzt. So hat wohl jeder schon mal von den Beschwörungsritualen bei den Naturvölkern sowie auch bei den Naturreligionen gehört. Auch Magie Praktizierende wenden das Prinzip bei ihren Zeremonien an. Absicht und Wille müssen ausgesprochen werden, damit die Chance besteht eine reale Wirkung entfalten zu können. Dennoch gibt es auch die Möglichkeit stumm zu sprechen. Das heißt, der Wille und die Absicht werden innerlich bewusst und damit im Geist ausgesprochen. Doch bedarf ein gleicher immer wiederkehrender Wille wie z.B. bei einem Heiler nicht mehr des innerlichen wie auch äußerlichen Wortes. Da können dann wie einst bei Jesus schon das Handauflegen oder entsprechende Rituale völlig ausreichen.

Jesajas 55,11 also soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: es soll nicht leer zu mir zurückkehren, sondern ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es sende!

Das ist die vollständige Herrschaft über alles Dasein, welche auch Allmacht genannt wird, zu einem deswegen Allmächtigen. Das höchste Wesen ist ein allmächtiger Mensch. Denn einen Mund zu haben, und daraus Worte hervorzubringen ist eine typisch menschlich geschöpfliche Eigenschaft. Ebenso über Arme und Hände zu verfügen, wie es da in anderen Versen noch heißt. Auf diese Weise gibt ergo der Herr indirekt zu erkennen, dass es sich bei ihm um den Schöpfermenschen handelt, kraft dieser seiner Fähigkeit zum schöpferischen Wort. Fragen wir uns, wie und woher dieser Mensch zu seinem Herr- und Gottsein gekommen ist, so gibt uns hier die Apokalypse oder Johannes-Offenbarung darüber Aufschluss. Dort ist gleich zu Beginn von Welt- und Selbstüberwindung die Rede, mit Verheißungen der Gottebenbildlichkeit als Lohn solcher Anstrengung. Die Welt gottmenschlicher Vollendung ist die zweite und ewige, und folgt auf die gegenwärtige Zeitwelt des  noch waltenden Schöpfungsgerichts bzw. des satanisch brutalen Weltaufbaus. Mit Vollendung des sich hierin zum Universum in Person Vollendenden enden sodann Schöpfung und Gericht. An Stelle dessen tritt in Zeiterfülltheit die in ihrer Vollendung ewigkeitsfähige Welt unter der offen waltenden Macht des Herrn.

Jesajas 66,2 Hat doch meine Hand das alles gemacht, und so ist dies alles geworden, spricht der HERR. Ich will aber den ansehen, der gebeugten und niedergeschlagenen Geistes ist und der zittert ob meinem Wort.

Es war das Wort der uranfänglichen Selbstabstoßung zum Unterschied von Sein und Nichtsein und lautete "Satan weiche", durch welches das Universum durch Urknall entstand. Während der gesamten Dauer dieses in absoluter Zeitraffung vor den Augen des Herrn ablaufenden Schöpfungsgerichts bleiben Arm und Hand des Herrn starr und steif ausgestreckt. Erst die Vollendung des sich in diesem Schöpfungsgericht Vollendenden gibt dem Herrn die Veranlassung seinen Ur-Akt zur Umschaltung von Zeit auf Ewigkeit mit Arm- und Handrückziehung zu beenden. Wem es also gelingt in seiner Vorstellung diese Totalität emotional und rational nachzuempfiinden, der kann dann nicht anders, als vor Ergriffenheit zu zittern beginnen. Doch die Grundvoraussetzung für eine Privatoffenbarung des Herrn in dieser noch laufenden Zeitwelt ist eine geistseelische Gebrochenheit mit der allein hieraus aufrichtigen hilfesuchenden Hinwendung zum Herrn. Man muss quasi an dieser Welt zerbrochen sein, um für die Welt des Herrn offen zu werden und bereit zu sein.

Hesekiel 12,25 Denn ich, der HERR, rede; was ich sage, das soll geschehen und nicht weiter verzögert werden. Ja, ich will zu euren Zeiten, du widerspenstiges Haus, ein Wort reden und es vollbringen, spricht Gott, der HERR. Hesekiel 12,28 Darum sage zu ihnen: Also spricht Gott, der HERR: Keines meiner Worte soll mehr verzögert werden; das Wort, welches ich gesprochen habe, soll geschehen, spricht Gott, der HERR.

An dieser Stelle gibt der Herr klar zu verstehen, dass er in Bezug auf seine Etablierung bei den geschöpflichen Menschen, bzw. dem Volk Israel, nicht einfach seinen Willen durch sein allmächtiges Wort durchsetzen möchte. Vielmehr kommt es ihm darauf an, dass sich die Leute aus freien Stücken ihm zuwenden. Denn die Menschen sind ja so wie er selbst mit Geist ausgestattet, den sie dann auch von sich aus ohne göttliches Dekret im Sinne des Herrn gebrauchen sollen. Denn durch seinen Geist sind sie ja geschaffen, und zwar nicht als unfreie Roboter, sondern wegen ihrer Geistbegabung so frei wie der Herr selbst. Darum also immer nur Ermahnungen und Appelle vom Herrn an das Volk, ohne dass er aus Respekt vor dem Geist der Menschen direkt bei ihnen eingreifen will. Die Schöpfung des Menschen ist schließlich erst dann vollendet und abgeschlossen, wenn sich der Herr aus den Reihen der Menschen schlussendlich - den Schöpfungskreis schließend - zu sich selbst einholen konnte.

Sacharias 4,6 Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel; es lautet also: Nicht durch Heer und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen.

Der Geist ist das im Dasein Primäre, und die Materie das Sekundäre. Und zwar obwohl bei diesen Gegenteilen eine wechselseitige Bedingung gegeben ist. Grund dafür ist die kaum fassbare Tatsache, dass das Universum in seiner Allumfassung für sich selbst genommen ohne Gegenteil darum ohne Gegen-Stand ergo ungegenständlich ist. Und ungegenständliches Sein existiert unabhängig von Raum und Zeit, so dass es als raumzeitlos zu erkennen ist. Raumzeitloses Sein ist wiederum nicht materiell sondern spirituell bzw. geistlich. Denn die Materie entsteht nur bei gegenständlichkeitsbildendem Raum in Zeit, und ist dementsprechend durch Gegenständlichkeit gekennzeichnet. Da aber das Universum Ausfluss des göttlich universalen Geistes ist, liegt in diesem universalen Geist auch alle Kraft und Herrlichkeit. Im Besitz des universalen Geistes - auch Heiliger Geist oder Allgeist genannt - wird der Mensch zu Gott dem Herrn, und umgekehrt der Herr im Verlust dieses Geistes - durch notwendige aber zeitlich befristete Rückgabe an das All - zum sogenannten Lamm Gottes.

Hebräer 11,3 Durch Glauben erkennen wir, dass die Weltzeiten durch Gottes Wort bereitet worden sind, also das, was man sieht, aus Unsichtbarem entstanden ist.

Es ist klar, dass ohne die direkt erlebbare Anwesenheit des Herrn und seiner Allmacht an die Existenz des Wortes Gottes immer nur geglaubt werden kann. Ohne eigenes Erleben und eigene Anschauung dessen bleiben der Herr und seine Allmacht eine reine Glaubenssache. Selbst wenn man Beweise für Gottes Existenz besitzt, muss an die Beweise bis zum unmittelbaren eigenen Erleben Gottes geglaubt werden. Und wenn das zeitlich bedingt nur ein kurzer Einblick war, muss dann wiederum an die Wirklichkeit des einst Erlebten geglaubt werden. Denn die Zeit heilt nicht nur alle Wunden, sondern zieht beständig in ihren Bann, dass man an der Wirklichkeit der Geschehnisse zu zweifeln beginnen könnte. Aus Glauben kann ergo erst dann absolute Gewissheit werden, wenn die bleibende Wirklichkeit eine entsprechende geworden ist. Und das betrifft direkt die Weltzeiten als Zeit und Ewigkeit. Wer in der alles dahinraffenden tödlichen Zeit nur an Tod und Vernichtung glaubt, der tut dies im unmittelbaren Erleben einer solchen Wirklichkeit. Wer jedoch an deren Gegensatz mit Leben und Beständigkeit glaubt, der tut dies im Gebrauch seines Geistes, und hat damit eine entsprechende Zukunft. Denn er erkennt, dass die Welt  systemisch zwingend in ganzheitlichen Gegensätzen besteht, weil ohne Polarität grundsätzlich kein Dasein möglich wäre, und seine eigene Existenz aufbaugemäß in Tod und Vernichtung zu beginnen hat. Erst die Vollendung kann und muss da dem Aufbau das Ende bereiten. Und sie betrifft seinen Geist zur Deckungsgleichheit mit dem universalen Geist.

Johannes 1,1 - 1,5: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.

Wer diesen Text verfasst hatte, der besaß den totalen Durchblick. Man könnte meinen, dass der Autor direkter Zeuge des Geschehens gewesen sein muss. Über außersinnliche Wahrnehmung (ASW), die weder an Zeit noch an Raum gebunden ist, wäre das jederzeit möglich. Denn bei der Weltgrundlegung handelt es sich um das zentrale universale Ereignis schlechthin. Von Gott dem Herrn wissen wir, dass er der Erste und der Letzte ist, und dass der Anfang da war, wo das Ende sein wird. Das All ist ergo holistisch aufgebaut. Das heißt, dass die Weltgrundlegung das zentrale Geschehen ist, das immer und überall gleichzeitig stattgefunden hat, und darum in Bezug auf den ansonsten linearen Zeitablauf als überzeitlich paradiesisch zu sehen ist. Das Ur-Wort des Anfangs aller Dinge war natürlich wie es bei einem auf Polarität gründenden System nicht anders sein kann, eines der Trennung des Seins vom Nichtsein. Wobei paradoxerweise das Nichtsein mit der Formel "Satan weiche" zuallererst installiert werden muss, damit das Sein dann den Gegensatz hat, den es zu seinem Dasein systemisch zwingend benötigt. Denn erst mit der Fertigstellung des Nichtseins, hat sich das Sein vom Nichtsein zu seinem ewigen Sein abgetrennt. Dass mit der Erstellung des Nichtseins ein gegenständliches Universum geschaffen wird, welches dem ewigen Dasein das entsprechende Gesicht geben wird, das ist schon wundersam. Aber eben nicht verwunderlich, indem dieses vom Sein geschaffene Nichtsein damit als gegensätzlicher Teil des Seins in das ewige Dasein zu einer weltbildenden Binarität mitintegriert sein wird.

Dass aber das sich so begründende Universum gemäß dem Herrn als ein Mensch - darum in menschlicher Gestalt - auch in dieser satanisch nichtigen Aufbauwelt befand und noch befindet, das übersteigt naturgemäß den Horizont der in dieser Zeitwelt verhafteten Menschheit. Da bedarf es immer der Einleuchtung göttlichen Geistes, um dies universale Licht des Daseins als jene ewige wahrhaftige Wirklichkeit zu erkennen, sowie auch schlussendlich bei Welt- und Selbstvollendung daran teilhaben zu können.

 

 

 

 
 

Die weiteren Editionen von Agnus D.   /   I. = Internet-Links mit Werbung  -  II. = Herunterladen ohne Werbung

 

I.  Internet-Links

 
           Gottes Weltformel             Stephen Hawking              Thomasevangelium
           Der Gottesbeweis             Weltformel-Pro-              Judasevangelium
           Gott der Herr             Der Urimpuls              Jesusinterviews
           Gottes Elite             Kosmologen              Nag Hammadi
           Apostel Paulus             Der Urknall              Agnus Dei
           Die Bergpredigt             Max Planck              Biblium
           Hiobs Rebellion             Der Geist              Die Seele
           Täufer Johannes             Die Welt              Der Satan
           Zeit und Ewigkeit             Das Wort              Die Religion
           Auferstehung Jesu             Die Liebe              Reinkarnation
           Ontologie im Zenit             Die Energie              8 in 1 - Essays
           Mystik und Gnosis             Das Wunder              Das Aramäisch
           Evangelienabgleich             Himmelfahrt              Leben und Tod
           Maria von Nazareth             Die Allmacht              Die Apokalypse
           Thesen der Wahrheit             Die Evolution              Gebet des Herrn
           Universum in Person             Über die Kritik              Weltgrundlegung
           Dogma Jesus Christus             Weltuntergang              Der ganze Mensch
                         Anfang und Ende              

 

II.  Herunterladen

 

Auf der Seite des Editionen-Downloads sind alle Internet-Editionen für eine gezielte Auswahl mit einer 

bebilderten Kurzbeschreibung in ihrer jeweiligen Dateigröße zu ersehen!

Zudem sind alle Editionen in einem Gesamtpaket erhältlich!

 

Zum Editionen Download

 

Hinweis:  Der als fix programmierte Hintergrund scrollt bei Mozilla-Browsern ( Firefox, Netscape ) mit!

Eine korrekte Darstellung bieten z.B. die folgenden Browser: Opera und IE-Explorer / + alle Variationen

 

Kontakt           Impressum

 

^